„Ellen White – als Mensch wie du und ich“
Ein Wochenende voller Gemeinschaft, bewegender Begegnungen und neuer Perspektiven – gemeinsam unterwegs auf den Spuren von Ellen G. White in Bündsdorf am Wittensee.
Frauen FiD
Veranstaltungen

6. Mai 2026 06:20Nancy D.Bünsdorf, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein, Germany

„Ellen White – als Mensch wie du und ich“

Hanse Frauenwochenende am Wittensee

Das Wochenende in Bündsdorf wurde durch die persönlichen Einblicke in das Leben von Ellen G. White zu einer bewegenden Erfahrung voller Gemeinschaft, Hoffnung und der Erkenntnis, dass Gott gerade in unserer Zerbrechlichkeit wirken kann.

Jedes Jahr gegen Ende April schlägt mein Herz ein wenig höher, wenn ich mich auf den Weg nach Bündsdorf am Wittensee mache, in der Hoffnung, die leuchtend gelben Rapsfelder in voller Blüte zu sehen. Dieses Farbenspiel berührt mich jedes Mal aufs Neue.

Am 24. April durfte ich unsere Referentin Chantal Klingbeil am Hauptbahnhof abholen. Voller Vorfreude wollte ich ihr diesen besonderen Anblick zeigen, doch in diesem Jahr waren wir wohl ein wenig zu früh. Die Felder waren noch still. Und doch ahnten wir: Da kommt etwas zum Blühen.

Und genau das spiegelte auch unser Wochenende wider.

Mit dem Thema „Ellen White – als Mensch wie du und ich“ nahm uns Chantal mit auf eine bewegende Reise. Durch ihre langjährige Arbeit im Ellen G. White Estate schenkte sie uns tiefe, persönliche Einblicke in das Leben von Ellen.

Was für ein Moment, als wir uns alle wieder begegneten – bekannte Gesichter, herzliche Umarmungen und gleichzeitig so viele neue Frauen, die den Weg zu uns gefunden haben. Einige von ihnen haben weite Strecken zurückgelegt, um dieses Wochenende in Gemeinschaft zu erleben. Es lag etwas Besonderes in der Luft: Wärme, Offenheit, Verbundenheit.

Wer war Ellen G. White wirklich? Nicht nur eine Glaubensheldin. Nicht nur eine Stimme Gottes. Sondern ein Mensch – eine Frau mit Herz, mit Fragen, mit Kämpfen.

Gemeinsam durften wir einen Blick in ihr „Familienalbum“ werfen. Und plötzlich wurde sie greifbar. Nahbar. Echt.

Eine Mutter, die Schmerz kannte. Eine Frau, die den unvorstellbaren Verlust von zwei Söhnen tragen musste. Eine Beterin, die täglich für ihr Sorgenkind einstand. Und zugleich eine Frau, die erleben durfte, wie ihr jüngerer Sohn ihr zur Seite stand – eine Stütze, ein Geschenk.

Eine Frau mit einem verwundeten Herzen – und einem unerschütterlichen Vertrauen in Gott.

In all dem wurde sie uns so nah.

Ihr Leben spricht in unsere eigenen Lebensrealitäten hinein: in unsere Fragen, unsere Zweifel, unsere Überforderung. In die Momente, in denen wir uns fragen, ob wir im Chaos unseres Alltags überhaupt Werkzeuge in Gottes Hand sein können.

Und ihre Antwort ist kraftvoll und klar: Ja. Gerade dort.

Dieses Wochenende war erfüllt von tiefen Gesprächen, ehrlichem Lachen, gemeinsamen Liedern und stillen Momenten am See. Und vielleicht gerade deshalb so besonders, weil auch Raum war für Leichtigkeit – wie bei der fröhlichen Kissenschlacht am Sabbatabend, die uns wieder ein Stück Kind sein ließ.

Ich gehe erfüllt und dankbar nach Hause – mit einem Herzen, das neu berührt wurde.