Gestatten?!
Nach beinahe 12 Jahren schließt die PRESENCE kulturlounge die Türen - eines Gebäudes.
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Menschliches Interesse

27. März 2026 06:58Dany CanedoFrankfurt am Main, Hesse, Germany

Gestatten?!

Ein persönliches Wort von mir

PRESENCE war kein Ort, an dem man einfach nur war. Es war ein Ort, an dem man teilnahm. An Gedanken. An Geschichten. Aneinander.

Es gibt Orte, die sind mehr als Räume - und dann gab es die PRESENCE kulturlounge.

Kein Konzeptpapier hätte wirklich greifen können, was hier entstanden ist. Man musste eintreten, Platz nehmen, einen Moment bleiben. Und dann geschah etwas, das sich schwer erklären lässt:
Menschen wurden gesehen.

Nicht im flüchtigen Sinne. Sondern wirklich.
Mit dem, was sie mitbrachten - an Geschichten, Fragen, Brüchen, Ideen.

PRESENCE war kein lauter Ort, hat sich nicht in den Vordergrund gedrängt.
Sie war ein Raum, der sich öffnete, wenn man bereit war, ihn zu betreten.
Und genau darin lag ihre Kraft.

Hier ging es nicht um Konsum, nicht um schnelle Unterhaltung, nicht um Oberfläche.

Hier ging es um Begegnung auf Augenhöhe.
Um Gespräche, die nicht sofort eine Richtung brauchten.
Um das Aushalten von Zwischentönen.
Um die Bereitschaft, voneinander zu lernen - und manchmal auch aneinander.

Zwischen Musik, Kunst und leisen Momenten entstand etwas Drittes: Verbindung.

Menschen kamen nicht nur zusammen, sie traten in Beziehung.
Es wurde zugehört, nachgefragt, weitergedacht.
Netzwerke entstanden, nicht aus Kalkül, sondern aus echtem Interesse.

Und während all das geschah, war da immer diese besondere Hanschrift:
Ein Raum, der mit Sorgfalt gestaltet war. Mit Sinn für Atmosphäre. Mit kleinen Details, die nicht laut sein mussten, um zu wirken.

Selbstgemachte Limonade, die mehr war als Erfrischung. Thematisches Fingerfood, das mehr war als Begleitung. Klänge, die ins Herz trafen. All das waren Gesten, die zeigten: Hier wurde nicht nur organisiert, hier wurde gestaltet.

PRESENCE war kein Ort, an dem man einfach nur war. Es war ein Ort, an dem man teilnahm.
An Gedanken. An Geschichten. Aneinander.

Dass dieser Raum nun schließt, markiert nicht einfach das Ende eines Ortes. Es ist das Ausklingen eines Gefüges, das getragen wurde von Aufmerksamkeit, Haltung und echter Offenheit.

Was bleibt, ist schwer zu greifen - und genau deshalb so wertvoll:
Ein Gefühl dafür, wie Begegnung sein kann, wenn sie nicht erzwungen wird.
Ein Verständnis davon, wie viel möglich ist, wenn Menschen bereit sind, sich einzulassen.
Und die leise Erinnerung daran, dass Räume wie dieser nicht verschwinden, sondern sich fortsetzen - in den Menschen, die sie erlebt haben.

Das Leben schreibt seine eigenen Geschichten. Und auch wenn mein Herz heute noch traurig ist, freue ich mich auch auf die kommenden Begegnung bei einem der Angebote der Frauenabteilung, denn es ist genau dieses Gefühl und Verständnis, das ich in mir trage, das mich antreibt. Das ist so viel mehr als eine Erinnerung und genau das möchte ich mit dir teilen - sei es im Podcast 'Bauchgedanken und Kopfgefühl', auf unserem Insta/fb-Kanal 'hoffnungsfunken.mut', bei einem R.E.A.L. Wochenende oder wo auch immer wir uns dann begegnen.

Ich freue mich auf dich!