Im Takt des Lebens
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30. Okt. 2026 07:59Andrea M.Schönenberg, Ellwangen, Baden-Württemberg, Germany

Im Takt des Lebens

Frauenbegegnungswochenende in Ellwangen

Beim Frauenbegegnungswochenende in Ellwangen entdeckten die Teilnehmerinnen, wie eng die natürlichen Rhythmen unseres Körpers, ein achtsamer Lebensstil und Gottes Schöpfungsgedanke miteinander verbunden sind – und dass auch Abschied und Neubeginn ihren Platz im Takt des Lebens haben.

Unser Leben folgt vielen Rhythmen. Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe, Anspannung und Erholung. Doch wie oft geraten wir aus dem Takt, weil der Alltag mehr von uns fordert, als uns guttut? Und was braucht unser Körper eigentlich, um gesund und im Gleichgewicht zu bleiben?

Diesen Fragen gingen die Teilnehmerinnen des Frauenbegegnungswochenendes im Oktober 2026 im Tagungszentrum Schöneberg in Ellwangen nach. Unter dem Thema „Im Takt des Lebens“ nahm Dr. med. Daniela Hudi, Ärztin mit Schwerpunkt Hormontherapie an einer Klinik in Bad Aibling, die Frauen mit auf eine spannende Reise durch die natürlichen Rhythmen unseres Körpers.

Dabei wurde deutlich, wie eng körperliche Gesundheit, seelisches Wohlbefinden und unser Lebensstil miteinander verbunden sind. Besonders der Schlaf-Wach-Rhythmus stand im Mittelpunkt. Denn unsere innere Uhr steuert zahlreiche hormonelle und körperliche Prozesse. Schlaf ist deshalb weit mehr als eine notwendige Pause. Er ist eine wichtige Voraussetzung für Regeneration, Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Gerade mit zunehmendem Alter spüren wir deutlicher, wenn wir die Bedürfnisse unseres Körpers über längere Zeit ignorieren.

Daniela Hudi verstand es, medizinische Zusammenhänge anschaulich zu erklären und mit dem biblischen Schöpfungsgedanken zu verbinden. Schon in der Schöpfung begegnen uns Rhythmen: Tag und Nacht, Zeiten des Wachsens und Ruhens. Auch der Sabbat erinnert uns daran, dass unser Leben nicht ausschließlich von Leistung und Aktivität bestimmt sein soll. Ruhe ist kein Luxus, sondern gehört von Anfang an zu Gottes guter Idee für uns Menschen.

Ein weiterer Gedanke zog sich durch das Wochenende: Unser Körper und unser Leben sind Geschenke, mit denen wir verantwortungsvoll und liebevoll umgehen dürfen. Dazu gehört, die eigenen Grenzen wahrzunehmen, Gewohnheiten zu hinterfragen und sich selbst die Aufmerksamkeit zu schenken, die wir anderen oft ganz selbstverständlich entgegenbringen.

Dass das Leben unterschiedliche Zeiten und Rhythmen kennt, wurde an diesem Wochenende auch ganz persönlich sichtbar. Nach vielen Jahren engagierter Arbeit verabschiedete sich Lydia Lukic aus der Leitung der Abteilung Frauen in Bayern in den Ruhestand. Gleichzeitig wurde Yvonne Hummel willkommen geheißen, die diese Aufgabe zum 1. Oktober 2026 übernommen hat. Ein Abschied und ein Neubeginn – zwei unterschiedliche Lebensphasen, die beide ihre eigenen Möglichkeiten und Herausforderungen mit sich bringen.

So wurde das Wochenende nicht nur zu einer Gelegenheit, Neues über unseren Körper zu lernen, sondern auch zu einer Einladung, den eigenen Lebensrhythmus bewusster wahrzunehmen.

Dann geht es gar nicht darum, immer im gleichen Tempo weiterzumachen. Sondern darum, den eigenen Takt zu finden, Veränderungen zuzulassen und darauf zu vertrauen, dass jede Lebensphase ihre Zeit und ihren Wert hat.

„Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.“

Prediger 3,11 (Lutherbibel)