R.E.A.L. plus - Verstehen beginnt mit Begegnung
Gemeinsam nachdenken, Perspektiven teilen und voneinander lernen: Beim REAL Plus Wochenende in Darmstadt wurde interkulturelle Seelsorge im persönlichen Austausch lebendig.
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Bildung
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5. Nov. 2026 17:47Dany CanedoDarmstadt, Hesse, Germany

R.E.A.L. plus - Verstehen beginnt mit Begegnung

Interkultureller Seelsorge und ein gelingendes Miteinander.

31 Frauen aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich beschäftigten sich beim REAL Plus Wochenende in Darmstadt intensiv mit interkultureller Seelsorge, religiöser Vielfalt und der Frage, wie ein respektvolles, verständnisvolles Miteinander auf Augenhöhe gelingen kann.

Wie begegnen wir Menschen, deren Lebensgeschichte, Kultur oder Glaubensvorstellungen sich von unseren eigenen unterscheiden? Wie gelingt es, einander wirklich zuzuhören, ohne vorschnell zu urteilen? Und was bedeutet es, Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen einfühlsam und respektvoll zu begleiten?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich 31 Teilnehmerinnen vom 22. bis 25. Oktober 2026 beim R.E.A.L. plus Wochenende in Darmstadt. Im Mittelpunkt stand die interkulturelle Seelsorge – ein Thema, das angesichts unserer vielfältigen Gesellschaft aktueller kaum sein könnte.

Den Einstieg bildete die Auseinandersetzung mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Coaching, Mentoring und Seelsorge. Wo liegen die jeweiligen Möglichkeiten, aber auch die Grenzen? Welche Haltung braucht es, um Menschen verantwortungsvoll zu begleiten?

Anschließend richtete sich der Blick auf unterschiedliche religiöse und kulturelle Prägungen. Die Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit den Grundlagen und der Vielfalt des Islam, entdeckten die Bedeutung des Schabbats im Judentum und setzten sich mit interkultureller Vielfalt innerhalb des Christentums auseinander – am Beispiel der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland.

Dabei wurde deutlich: Wer Menschen verstehen möchte, muss bereit sein, die eigene Perspektive zu hinterfragen. Denn hinter religiösen Traditionen, kulturellen Gewohnheiten und unterschiedlichen Lebensentwürfen stehen immer Menschen mit ihrer ganz persönlichen Geschichte.

Doch es blieb nicht bei theoretischen Überlegungen. Im abschließenden Themenfeld „Next Steps“ ging es darum, konkrete Handlungsschritte für ein gelingendes Miteinander auf Augenhöhe zu entwickeln. Wie können wir Brücken bauen, ohne Unterschiede kleinzureden? Wie schaffen wir Räume, in denen Menschen sich gesehen, respektiert und ernst genommen fühlen?

Neben den intensiven Seminareinheiten blieb ausreichend Zeit für persönliche Begegnungen und Gespräche. Alte Freundschaften wurden vertieft, neue geknüpft. Es wurde gemeinsam nachgedacht, diskutiert, gerungen, gelacht und auch geweint. Gerade die persönlichen Erfahrungen machten deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur über Menschen zu sprechen, sondern ihnen zuzuhören.

Denn auch im Jahr 2026 erleben noch immer viel zu viele Frauen Lebenssituationen, die von Benachteiligung, Ausgrenzung, Gewalt oder fehlenden Perspektiven geprägt sind – auch mitten in unserer Gesellschaft. Das fordert uns heraus, genauer hinzusehen, sensibler zuzuhören und dort Verantwortung zu übernehmen, wo wir etwas verändern können.

R.E.A.L. plus hat einmal mehr gezeigt: Interkulturelle Kompetenz beginnt nicht mit dem Wissen über andere, sondern mit der Bereitschaft, ihnen offen und auf Augenhöhe zu begegnen.

R.E.A.L. steht für ein Weiterbildungsangebot der Abteilung Frauen, das Frauen persönlich, geistlich und in ihren sozialen Kompetenzen stärkt. In praxisnahen Seminaren werden Wissen, Selbstreflexion und konkrete Handlungsmöglichkeiten miteinander verbunden. R.E.A.L. plus vertieft ausgewählte Themen und eröffnet Raum, sich mit besonderen Herausforderungen in der Begleitung von Menschen auseinanderzusetzen.

Die nächsten REAL-Wochenenden 2027:

  • #1 8.–11. April 2027: Woltersdorf bei Berlin

  • #2 5.–28. November 2027: Cuxhaven-Sahlenburg

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