Schuhe erzählen Geschichten
Schuhe erzählen mehr über unser Leben, als wir denken.
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30. Okt. 2026 08:19Hella W.Freudenstadt, Kreis Freudenstadt, Baden-Württemberg, Germany

Schuhe erzählen Geschichten

Frauenfrühstück in Freudenstadt

Beim Frauenfrühstück in Freudenstadt wurden Schuhe zum Sinnbild unserer unterschiedlichen Lebenswege und zu einer Einladung, anderen mit Verständnis zu begegnen und Gottes Begleitung auf jedem Schritt zu vertrauen.

Was haben Stöckelschuhe, Wanderschuhe, Stiefel und Sandalen gemeinsam? Sie begleiten uns auf ganz unterschiedlichen Wegen. Und manchmal erzählen sie dabei mehr über unser Leben, als wir zunächst vermuten.

Nach der langen Sommerpause kamen am 25. Oktober die Frauen in Freudenstadt wieder zu ihrem traditionellen Frauenfrühstück zusammen. Draußen war es stürmisch und regnerisch, drinnen ging es um ein Thema, das auf den ersten Blick alltäglich erscheint und doch erstaunlich viel mit unserem Leben und Glauben zu tun hat: Schuhe.

Denn wie unsere Schuhe sind auch unsere Lebenswege ganz unterschiedlich. Manche Abschnitte gehen wir leicht und beschwingt, andere verlangen Ausdauer und festes Schuhwerk. Manchmal geraten wir ins Stolpern, nehmen Umwege oder stehen plötzlich vor einer Sackgasse. Und nicht immer wissen wir, wohin uns der nächste Schritt führen wird.

Die gute Nachricht: Wir müssen diese Wege nicht allein gehen. Gott begleitet uns, gibt Halt, richtet uns auf und lädt uns immer wieder ein, neu anzufangen.

Auch in der Bibel spielen Schuhe eine bemerkenswerte Rolle. Mose soll vor dem brennenden Dornbusch seine Schuhe ausziehen – ein Zeichen der Ehrfurcht vor Gottes Gegenwart. In der Geschichte vom verlorenen Sohn gehören Schuhe zu den Zeichen seiner wiederhergestellten Würde und Zugehörigkeit. Und im Epheserbrief werden wir ermutigt, unsere Füße mit der Bereitschaft auszurüsten, die gute Nachricht des Friedens weiterzutragen.

Neben diesen biblischen Gedanken regten verschiedene Sprüche zum Nachdenken an. Besonders eindrücklich war die Erinnerung, andere Menschen nicht vorschnell zu beurteilen: „Bewerte niemanden, bevor du nicht einen Tag in seinen Schuhen gegangen bist.“

Denn wir sehen oft nur die Schritte, die jemand geht, aber nicht die Wege, die bereits hinter ihm liegen. Vielleicht würden wir manches anders verstehen, wenn wir die Geschichte dahinter kennen würden.

So wurde aus einem zunächst ungewöhnlichen Thema eine lebensnahe Einladung, den eigenen Weg bewusster wahrzunehmen, anderen mit mehr Verständnis zu begegnen und Gott auch dann zu vertrauen, wenn der Weg vor uns noch nicht klar erkennbar ist.